Autor: Annabell Bialas

Foto: Willyam Bradberry/Shutterstock.com
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Bot statt Doc?

Ein Roboter, der einen Arzt ersetzt, oder Maschinen, die Diagnosen stellen – das alles sind heute noch Zukunftsszenarien. Technisch gesehen sind wir davon jedoch nicht mehr weit entfernt, sagt Dr. Philipp Daumke, Geschäftsführer der Firma Averbis, die sich mit Data Mining und Text Mining im Bereich der Medizin beschäftigt. Er sagt: Die Diskussion um den Einsatz von Daten in der Medizin wird oft zu einseitig geführt. Von Annabell Bialas und Bettina Ansorge Herr Dr. Philipp Daumke, wohin glauben Sie wird uns die Digitalisierung in der Medizin und der Medizintechnik noch hinführen? Dahin, dass wir bald nicht mehr zum Arzt gehen, sondern dass ein Computer eine Diagnose stellen wird? Ja, zumindest bei komplexen oder seltenen Krankheiten ist es jetzt schon so, dass Computer bei der Diagnose helfen können. Man muss aber immer dazu sagen, dass der überwiegende Anteil der Krankheiten, beispielsweise ein grippaler Infekt, leicht vom Arzt diagnostiziert werden kann. Dafür braucht es keinen Computer. Es sind dann also eher schwierige Fälle und seltene Krankheiten bei denen Data Mining und Text Mining zum Einsatz kommen? Vor …