Alle Artikel mit dem Schlagwort: Social Media

Bild: Anna Chernova/Shutterstock.com
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Der Mythos vom freien Netz – und sein Einfluss auf den Journalismus

Schaut man auf die frühen Tage des massentauglichen Internets, also in die 1990er und frühen 2000er Jahre, entsteht gerne ein Gefühl der Nostalgie. Das liegt nicht nur am reduzierten Design der damaligen Websites, sondern auch am Charme der Prä-Social-Web-Zeit, als sich die Macht der großen Internetgiganten noch nicht herausgeschält hatte und auf Videoplattformen noch „echte“ Nutzer statt bezahlter Influencer dominierten. Und da war natürlich die Verheißung der Internet-Pioniere, das Web werde nun ganze Gesellschaften befreien und wahre Demokratie schaffen. Nüchtern betrachtet wirkte das schon damals übertrieben, heute wissen wir es ohnehin besser. Oder nicht? In einem neuen Buch zeigen die Kommunikationswissenschaftlerinnen Angela Philips und Eiri Elvestad, dass Mythen rund um die emanzipatorische Kraft des Netzes weiterleben – auch im Journalismus. Eine Rezension. Philips und Elvestad sind freilich angetreten, diese Mythen zu widerlegen. Dabei bedienen sie sich zumindest auf den ersten Blick einer Darstellungsform, wie sie kaum Social-Web-tauglicher sein könnte: dem Listicle. „Seven Myths of the Social Media Era“ ist ihr Buch „Misunderstanding News Audiences“ untertitelt.  Allerdings gehen sie auf 180 Seiten wissenschaftlich durchaus in die …

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Wie funktioniert Radio im Social Web?

Radio funktioniert über Ton, nicht über Bilder. Aber in der schönen neuen Welt ist alles anders: Warum funktionieren Audios in sozialen Netzwerken nicht? Wieso verlinkt 1Live auf Facebook nicht auf die eigene Seite? Welche Inhalte bringen die meisten Klicks? Und welche Kompetenzen muss ein Social Media-Journalist mitbringen? Jens Becker, Channel Manager von 1 Live, gibt Einblicke in die Social Media-Arbeit der jungen WDR-Welle. Von Veronique Gantenberg und Jonah Lemm Jens Becker, Sie sind Channel-Manager von 1Live, also für den gesamten Internetauftritt verantwortlich. Auf Social Media wirkt es oft so, dass Sie und Ihr Team vermehrt auf humoristische Posts, Memes und Videos setzen. Anders als die Auftritte von vielen anderen öffentlich-rechtlichen Sendern. Warum haben Sie diesen Weg eingeschlagen? Becker: Eigentlich ist es gar nicht zwangsläufig so. Es gibt, glaube ich, ein Übergewicht von humoristischen Beiträgen. Tatsächlich ist es aber so, dass wir unseren Auftritt in drei „Potenzialfelder“ aufgeteilt haben. Das klingt erstmal ein bisschen hölzern. Gemeint sind: „Musik, Pop, Stars“, „Comedy“ und der dritte Bereich ist „Sektor“ – da fällt alles drunter, was für unser Sendegebiet relevant …