Autor: Andreas Schneider

Pro: Warum E-Sport ein richtiger Sport ist

In Deutschland hat E-Sport es schwer. Obwohl die Politik dessen Anerkennung vorantreiben will, sperrt sich der Deutsche Olympische Sportbund gegen die Modernisierung. Zu Unrecht, findet Andreas Schneider. „Wir erkennen die wachsende Bedeutung der E-Sport-Landschaft in Deutschland an. Da E-Sport wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir E-Sport künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen.“ Mit diesem Satz aus dem 2018 geschlossenen Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD haben viele in der E-Sport-Szene die Hoffnung verbunden, er könnte eine sportpolitische Wende in Deutschland bedeuten. E-Sportler in Deutschland feierten den Entschluss, und auch Hans Jagnow, Präsident des E-Sport-Bundes sah die Vereinbarung als „massiven Schritt nach vorne“ für den deutschen E-Sport. Kritik gibt es von Vertretern des traditionellen Sports, allen voran Reinhard Grindel, dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Fußballbundes (DFB). Bei einem Interview mit dem Weser-Kurier stellte er im vergangenen Jahr klar: „Fußball gehört auf den grünen Rasen und hat nichts mit anderen Dingen zu …